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20.12.2007 21:36
© Paris ist eine Reise wert
nach einem romantischen dinner im terminus du nord schlendert olga plaudernd und lachend mit ihrem liebhaber zur rechten an der seine entlang und lässt den warmen sommerabend bei sonnenuntergang freudig ausklingen, den feinen geschmack der seezunge und der abschließenden schokotarte gerade noch im gaumen.
es wird gefeiert. abschied von den ihr so lieb gewordenen kollegen. abschied von ihrem alten leben. auf ein neues, wie immer in einer neuen firma, einer neuen umgebung, wie gewohnt, hinein in ein neues, völlig anderes leben.
das karussell des lebens in la defense fährt auf leisen zirkusmelodien voran und dreht sich doch immer wieder im kreise. was die nächste runde wohl bringen mag? die pferdchen tanzen im sauseschritt, die kutschen fahren auch noch mit, und alles zusammen macht das bunt schillernde pariser alltagsleben aus.
die springenden brunnen bei dunkelheit machen das sonst so ruhige geschäftsviertel la defense lebhaft und sehenswert. erst am abend lassen sich die geschäftsleute auf einen flirt mit dem wasser ein. und auf einen flirt mit dem staunenden nachbarn oder der schmunzelnden nachbarin. der alltagsstress ist nun ein fliehender.
am nächsten morgen ist wieder alles grau in grau in la defense. jeder geht seinen eigenen weg, jeder hängt seinen trüben oder fröhlichen gedanken nach. die träume sind in den kissen geblieben oder am vorabend mit den wasserperlen zu einem hüpfenden traumtanz geworden, um aufs neue wieder im nichts zu enden. im immer wiederkehrenden alltag von paris. metro, boulot, dodo.
es lohnt sich, im achten arrondissement von paris um die ein oder andere häuserecke zu schielen, um einen blick auf den grandiosen eiffelturm, das wahrzeichen von paris, zu erhaschen. ein stahlgebäude von über dreihundert metern höhe. man munkelt, monsieur gustave eiffel hätte ihn nach dem abbild eines strapses seiner geliebten - in umgekehrter form wohlgemerkt - erbaut.
ach, da ist er ja unser stahlbau, diesmal vom schiffahrtsmuseum trocadero aus aufgenommen. er wurde zwischen 1887 und 1889 anlässlich des hundertjährigen jubiläums der französischen revolution erbaut. architekt war übrigens ein herr namens sauvestre, der ihn im auftrag eines schweizers namens koechlin konzipierte. 1989 hat olga das riesenspektakel zum zweihundertjährigen revolutionszirkus mit trapezkünstlern balancierend zwischen den stahlträgern leibhaftig in augenschein genommen. ein riesenfeuerwerk gab es außerdem. dazu sang johnny halliday einige mehr oder weniger 'geschmackvolle' chansons. (einen herzlichen dank an goban, der bei der bildbearbeitung hilfreich war.) -----> fortsetzung folgt
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